Ausgehend von Aktfotografie setzt sich die Arbeit von Ana Cayuela mit der Frage auseinander, ob die Fotografie ein Medium für einen intersubjektiven Erkenntnisprozess sein kann. Die Bidirektionale Kunst verwirft das vermeintlich zeitlos dokumentarische der Fotografie und erklärt sie zum zwischenmenschlichen Wahrheitsfindungsprozess in dem es keine schöpferische Grenze zwischen Modell und Fotograph mehr gibt sondern beide Partein gleichermaßen an einem Prozess teilhaben, der ein Produkt künstlerischen Arbeitens verneint. Die Künstlerin versucht mit diesem Ansatz die vorgegebenen Grenzen der Fotografie zu sprengen, die ein Objekt zum Gegenstand, sei es abstrakt oder dokumentarisch. [allenfalls können die fotografischen Arbeiten als Zwischenprodukte eines Prozesses verstanden werden.] “ Michael Preuß